Bodensaure Eichenwälder
mit Mooren und Heiden

Ziele

Das übergeordnete Ziel des Projektes ist es, die beschriebenen Lebensräume und Arten für nachfolgende Generationen zu erhalten und dort, wo es um den Erhaltungszustand aktuell schlecht bestellt ist, mit entsprechenden Maßnahmen Hilfestellung zu leisten. Dabei soll die Natur nach Möglichkeit so unterstützt werden, dass sie sich zukünftig selber schützen und erhalten kann. Von sehr bedrohten Lebensräumen sollen auch neue geschaffen werden.

Ein wesentliches Ziel ist es durch Umwandlung von Nadelwald neue Eichenwälder zu initiieren. Fremde Baumarten, die die Eichenwälder bedrohen, gilt es zurückzudrängen. Lokal werden ca. 4 ha neue Eichen- und Moorwälder gepflanzt. Der Hirschkäfer als Leitart der Eichenwälder wird durch die Anlage von Brutmeilern gefördert.

Für den Erhalt der Moore ist deren Wasserhaushalt ausschlaggebend. Um naturnahe Bedingungen wieder herzustellen werden Entwässerungsgräben verschlossen. Die austrocknende Wirkung der Transpiration wird dadurch verringert, dass innerhalb und im Randbereich der Moore die Gehölze entfernt werden. Gewässer in denen die Leitarten der Moore – Moorfrosch und Große Moosjungfer – leben, werden optimiert oder neu angelegt.

Speziell am Schwarzen Wasser sind auf Basis eines hydrogeologischen Gutachtens Maßnahmen vorgesehen, die dem Froschkraut als Leitart der Strandlingsgesellschaften ein Überleben sichern.

Verbuschte Heiden und Sandmagerrasen werden wie die Moore von Gehölzen befreit. Im Anschluss soll eine Beweidung mit Schafen den langfristigen Erhalt sichern. An geeigneter Stelle soll historische Heide neu entstehen. Damit Leitarten wie Heidelerche und Schlingnatter genügend Ruhe finden, werden Teile der Heiden und Magerrasen mit Zäunen abgegrenzt.

Life10 NAT/DE/009 / Life-Projekt Bodensaure Eichenwälder mit Mooren und Heiden nach oben