Bodensaure Eichenwälder
mit Mooren und Heiden

Optimierung von Laichgewässern für den Moorfrosch

Ein von der Biologischen Station gesetzter Pegel am „Moor am Wasserwerk“, das sich in der Vergangenheit als eines der wichtigsten Laichgewässer des Moorfrosches im Kreis erwies, ermöglicht es nun, den Wasserstand über einen Zeitraum von vier Jahren regelmäßig zu messen. Mit Hilfe dieser Daten sowie den Ergebnissen der wasserchemischen Analyse, die bereits 2012 durchgeführt wurde, kann in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Wesel ein Konzept für einen intakten Wasserhaushalt des Moores erarbeitet und umgesetzt werden. Die langjährig erhobenen Daten ermöglichen eine viel gezieltere Planung von Maßnahmen.

Im Fokus steht dabei eine ganzjährige Wasserführung, die ggf. mit der Zufuhr von Oberflächenwasser gewährleistet werden soll. Besonders während der Laichzeit des Moorfrosches im Februar/März bis hin zur Entwicklung der „fertigen“ Frösche aus dem Laich im Frühsommer ist ein optimaler Wasserstand unabdingbar. Bei austrocknenden Mooren mangelt es nicht nur an Laichhabitaten für Amphibien, sondern auch an Lebensraum für die Eiablage und Larvenentwicklung zahlreicher Libellenarten.

Die „Randbedingungen“ vor Ort werden durch das Fällen der Gehölze in unmittelbarer Gewässernähe schon im Vorfeld optimiert, da diese dem Moor Wasser entziehen.

Weitere Maßnahmen zur Optimierung der Moore im Kreis Wesel folgen.

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