Bodensaure Eichenwälder
mit Mooren und Heiden

Entschlammung am Schwarzem Wasser

Im Herbst 2013 stand das Schwarze Wasser im Fokus des Projektes. Nur noch an wenigen Uferabschnitten wachsen Exemplare vom Froschkraut (Luronium natans), der Leitart des Heideweihers. Um den Lebensraum für das Froschkraut und die von diesem repräsentierte Ufer-Vegetation zu optimieren, wurde ein etwa 200 m langer Abschnitt im Norden des Heideweihers abgeschoben und entschlammt.

Die Entwicklungsmaßnahme hat das Ziel, den gefährdeten Arten der Strandlingsgesellschaften bessere Lebensbedingungen zu schaffen. Neben dem Froschkraut hoffen die Projektpartner auch die verschollene Wasser-Lobelie und den namensgebenden Strandling zu fördern.

Mit Hilfe eines Baggers wurde der humose Oberboden abgeschoben und der Schlamm aus dem Uferbereich entfernt. Dabei blieb das vorhandene Relief unverändert. Über 1.000 Tonnen Schlamm und Oberboden wurden entfernt, unter größtmöglicher Schonung der Natur abgefahren und fachgerecht entsorgt.

Vorbereitend für die Maßnahme wurde der Wasserstand des Schwarzen Wassers durch das vorübergehende Öffnen eines alten Entwässerungsgrabens abgesenkt. Das überschüssige Wasser wurde zur Versickerung in angrenzende Moor- und Heideflächen geleitet. Fieberklee und Schnabelsegge, die durch die Erdarbeiten unter Umständen beeinträchtigt worden wären, wurden ans Südufer des Heideweihers umgesiedelt.

Life10 NAT/DE/009 / Life-Projekt Bodensaure Eichenwälder mit Mooren und Heiden nach oben