Bodensaure Eichenwälder
mit Mooren und Heiden

Brutmeiler für den Hirschkäfer

Als Maßnahme im Projekt, wurden im Juli 2012 fünf Brutmeiler für Hirschkäfer angelegt. Dabei handelt es sich in Baumstücke, die in die Erde eingegraben werden, um den Stumpf einer toten Eiche, der „Kinderstube“ der Hirschkäfer, zu imitieren. Hier können die Weibchen ihre Eier ablegen. Die Idee geht auf den Förster Tochtermann zurück, der viele Jahre seines Leben dem Hirschkäfer gewidmet und sich um den Erhalt der Art verdient gemacht hat.

Anders als die oft mehrere Kubikmeter Holz umfassenden „Totholzpyramiden“ von Tochtermann wurden allerdings immer nur einige Eichenstämme ca. 1m Tief im Boden eingegraben. Der künstliche Stumpf sollte in seiner Größe in etwa den natürlichen Verhältnissen angepasst sein.

Für die Umsetzung der Maßnahmen engagierte die Biologische Station einen Weseler Unternehmer, der mit seinem Kleinbagger die notwendigen Erdarbeiten ausführte. Das notwendige Holz stellte das Regionalforstamt Niederrhein zur Verfügung. Es stammt von abgestorbenen Bäumen, die entlang des Rundwanderweges im Diersfordter Wald aus Gründen der Verkehrssicherheit entfernt wurden. Die Umsetzung verlief sehr positiv, so dass überlegt wird, in den nächsten Jahren ggf. weitere Meiler anzulegen.

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