Bodensaure Eichenwälder
mit Mooren und Heiden

Schlingnatter

Die Schlingnatter ist mit durchschnittlich 70 cm nicht nur unsere kleinste heimische Schlangenart, sie lebt zudem auch sehr versteckt und heimlich. Kein Wunder also, dass die Schlingnatter selten bei Streifgängen durch die Natur gesichtet wird und recht unbekannt ist.

Die Schlingnatter trägt den wissenschaftlichen Namen Coronella austriaca, wobei der lateinische Begriff „Coronella“ Krönchen bedeutet: Auf ihrer Kopfoberseite besitzt sie eine Zeichnung, die einer Krone, einem Herzen oder Hufeisen ähnelt. Den deutschen Namen Schlingnatter trägt sie, da sie ihre Beute, wie Eidechsen, kleine Nagetiere, aber auch Schlangen und verschiedenste Tiereier, vor dem Verschlingen fest umschlingt und erdrückt. Sie wird häufig mit der giftigen Kreuzotter verwechselt, ist aber selber völlig harmlos. An der runden Pupille und dem fehlenden zickzack-förmigen Rückenband ist sie recht gut von der Kreuzotter zu unterscheiden.

Die Schlingnatter ist beinahe deutschlandweit vertreten und besiedelt strukturreiche Lebensräume, in denen sich auf kleinstem Raum lichte Waldbereiche mit Sträuchern, Offenland und offenem Felsen abwechseln. Sie benötigen diese unterschiedlichen Kleinstrukturen als Jagdrevier, Tagesversteck und Liegeplatz um etwas Sonne „zu tanken“.

Heutzutage werden mögliche Habitate für die Schlingnatter, wie beispielsweise Waldränder, Flussdünen und Moore teils stark verändert und zerstört, z.B. durch zu intensive oder aber durch mangelnde Pflege der Landschaft. Da der für Reptilien so wichtige Wechsel von offenen und Deckung bietenden Kleinstrukturen in unserer Kulturlandschaft häufig fehlt, geht der Bestand der Schlingnatter immer stärker zurück. Aus diesen Gründen ist die Schlingnatter in NRW „stark gefährdet“ und von der EU als „streng zu schützende Tierart“ eingestuft.

Ausführliche Informationen zur Schlingnatter finden Sie hier.

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