Bodensaure Eichenwälder
mit Mooren und Heiden

Hirschkäfer

Der Hirschkäfer gehört zu den größten und auffälligsten Käfern in Europa; Tiere über 7 cm Körperlänge sind keine Seltenheit. Namensgebend sind die geweihartig vergrößerten Oberkiefer der Männchen. Der bevorzugte Lebensraum des „fliegenden Hirschen“, wie die Art in den Niederlanden heißt, sind alte, von der Sonne durchflutete Eichenwälder.

Bevor die adulten Käfer im Mai/Juni das Tageslicht erblicken, entwickeln sie sich bis zu 6 Jahre in den Stümpfen abgestorbener Laubbäume (bevorzugt Eichen). Die Larven fressen dort morsches Holz und die darauf befindlichen Pilze, um sich schließlich im letzten Jahr zu verpuppen. Die vollständig entwickelten Käfer leben nur wenige Wochen, um sich zu paaren. Mit der Ablage der Eier startet eine neue Generation..

Aufgrund der spezifischen Ansprüche an ihren Lebensraum und der für Insekten sehr langen Entwicklungszeit, sind Hirschkäfer in weiten Teilen Europas selten geworden oder gar ausgestorben. Die bodensauren Eichenwälder im Diersfordter Wald sind ein idealer Lebensraum. Hier befindet sich eine der größten Populationen in Nordrhein-Westfalen.

Ausführliche Informationen zum Hirschkäfer finden Sie hier.

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