Bodensaure Eichenwälder
mit Mooren und Heiden

Heidelerche

Durch ihre geringere Größe und den kürzeren Schwanz wirkt die Heidelerche im Flug wesentlich kompakter als die häufigere Feldlerche. Ihre braun-beige Zeichnung ist kontrastreicher, so dass sie „gestreift“ wirkt. Insbesondere fällt der helle Streifen über den Augen auf.

Bereits im März hat die Heidelerche ihr Brutrevier besetzt und ihr melancholisch klingender Gesang mit den charakteristischen, abfallenden Tonreihen ist zu hören. Mit großer Ausdauer bietet sie diesen im Flug dar: über eine Stunde kann sie singend in der Luft bleiben. Während sie einzelne Bäume oder Büsche als Sitzwarte benötigt, baut sie ihr Nest auf dem Boden zwischen schütterer Vegetation. Heidegebiete und Sandrasen, meist in der Nähe eines Waldrandes, bieten der Heidelerche die notwendigen Biotopstrukturen. So sind auch lichte Stellen in Wäldern, die z. B. aufgrund eines mageren Sandbodens oder durch entsprechende Biotoppflege vegetationsarm bleiben, geeignete Lebensräume für die Art.

Im Projektgebiet kommt die Heidelerche im Großen Veen und in den Kaninchenbergen vor. Maßnahmen wie das Entkusseln von Heiden und Sandmagerrasen, aber auch die Schafbeweidung zur Offenhaltung der Trockenstandorte sind für den Erhalt der Heidelerchenbestände besonders wichtig; die Art ist in ganz Nordrhein-Westfalen gefährdet und die heutigen Vorkommen weisen nur noch einen Bruchteil ihrer einstigen Bestände auf.

Ausführliche Informationen zur Heidelerche finden Sie hier.

Life10 NAT/DE/009 / Life-Projekt Bodensaure Eichenwälder mit Mooren und Heiden nach oben