Bodensaure Eichenwälder
mit Mooren und Heiden

Trockene Heiden und Sandmagerrasen

Mit der zunehmenden Besiedlung des Niederrheins durch den Menschen nahm ab dem Mittelalter auch die Nutzung der Landschaft stetig zu. Überall dort, wo unter den sauren Sandböden eine stauenden Lehmschicht fehlt, ist die Versorgung der Pflanzen mit Wasser und Nährstoffen schlecht. Viehweiden sowie die Gewinnung von Einstreu und Brennholz führten zu einer Degeneration der Landschaft und zur Entstehung von Heiden und Silikattrockenrasen.

Mit der zunehmenden Industrialisierung änderte sich ab dem 19. Jahrhundert die Nutzung der Landschaft durch den Menschen. Viele Heiden wurden aufgeforstet, Magerrasen mit Hilfe von Düngemitteln in Äcker umgewandelt und nicht nutzbare Flächen sich selbst überlassen. Auf diese Weise sind Heiden und Magerrasen bis auf wenige Reste aus unserem heutigem Landschaftsbild verschwunden.
Im Projektgebiet befinden sich die größten noch verbliebenen Magerrasen und Heiden des Unteren Niederrheins. Sie spielen für das Überleben zahlreicher spezialisierter Arten eine sehr wichtige Rolle. Silbergras, Neuntöter, Schlingnatter, Ameisenlöwen und etliche weitere Arten haben hier ihre letzten Rückzugsgebiete.

Life10 NAT/DE/009 / Life-Projekt Bodensaure Eichenwälder mit Mooren und Heiden nach oben