Bodensaure Eichenwälder
mit Mooren und Heiden

Moore und Feuchtheiden

Eingestreut in die bodensauren Eichenwälder, meist in den Tälern der Binnendünen, befinden sich etliche kleinere Moore; sie werden auch als Heidemoore bezeichnet. Wie die Heideweiher, verdanken sie ihre Existenz einer stauenden Lehmschicht. Die Vegetation der Heidemoore ähnelt denen der Hochmoore, doch die Heidemoore sind viel kleiner und selten ist der Torfkörper mächtiger als 1,5 m.

Einige Heidemoore sind von Trockenlegung und Torfgewinnung weitgehend verschont geblieben. Hier findet man Schwingrasen, Bult-Schlenken-Komplexe mit Wollgras, Schnabelried, Rosmarinheide, Moosbeere, Moorfrosch und Große Moosjungfer. Viele Heidemoore sind jedoch in den vergangenen Jahrhunderten auch entwässert und mit Kiefern aufgeforstet worden. Die Wieder­herstellung eines naturnahen Wasserhaushaltes ist deshalb ein wichtiges Ziel des Projektes.
Am Rand der Moore und dort, wo ein Torfkörper fehlt, befinden sich feuchte Heidegebiete. Auf sandigem Boden mit regelmäßiger Wasserversorgung gedeihen hier z. B. Schlammsegge, Sonnentau, Sumpfbärlapp, Glocken- und Besenheide.
Besonders gut ausgeprägte Feuchtheiden befinden sich dort, wo ein regelmäßiger Verbiss das Aufkommen von Gehölzen verhindert. Dies ist zum einen im Wildgatter im Diersfordter Wald und zum anderen in den Drevenacker Dünen der Fall, wo Schafe das Wild ersetzen.

Life10 NAT/DE/009 / Life-Projekt Bodensaure Eichenwälder mit Mooren und Heiden nach oben