Bodensaure Eichenwälder
mit Mooren und Heiden

Heideweiher

Heideweiher sind nährstoffarme Gewässer auf sandigen Boden. Ihre Existenz verdanken sie einer stauenden Lehmschicht am Gewässergrund. Im Projektgebiet gibt es einen großen natürlichen Heideweiher und mehrere kleinere, die durch Torfstich entstanden sind.

Wind und Sand formten über Hochflutlehm in der heutigen Flürener Heide eine große Wanne, die wir heute als Schwarzes Wasser kennen. In den Mooren im Großen Veen sowie am Schnepfenberg führten kleine Torfstiche zur Entwicklung nährstoffarmer Stillgewässer. Ein niedriger pH-Wert, Nährstoffarmut und ein geringer Sauerstoffgehalt lassen nur spezialisiertes Leben zu, hemmen die Zersetzung organischer Stoffe und geben dem Wasser eine typische braunschwarze Färbung.

Optimal an diese nährstoffarmen Verhältnisse angepasst ist beispielsweise der Kleine Wasserschlauch, eine fleischfressende Wasserpflanze. Eine andere botanische Kostbarkeit, die Wasser-Lobelie ist leider ausgestorben. Es wird jedoch gehofft, das Vorkommen im Zuge der in diesem Projekt vorgesehenen Maßnahmen wieder zu reaktivieren.

Auf den Heideweihern findet man regelmäßig Krickenten und Zwergtaucher. Letztere sind fast unermüdlich auf der Suche nach den Larven der sich zahlreich entwickelnden Moor- und Heidelibellen.

Life10 NAT/DE/009 / Life-Projekt Bodensaure Eichenwälder mit Mooren und Heiden nach oben