Bodensaure Eichenwälder
mit Mooren und Heiden

Eichenwälder

„Alte Bodensaure Eichenwälder auf Sandebenen“ so lautet die offizielle Bezeichnung des Natura 2000-Lebensraums mit der Nummer 9190. Es ist mit 430 ha der dominierende Lebensraum in unserem Projektgebiet. Nicht selten haben die noch vorhandenen Eichenwälder ihren Ursprung in einer historischen Nutzung als Niederwald. Sie dienten zur Gewinnung von Brennholz und Lohe. Auch die Nutzung als Waldweide spielte eine Rolle.

Meist ist die Stieleiche die den Bestand prägende Baumart. Die Nährstoffarmut, trockene Sandböden und regelmäßige Kalamitäten vom Eichenwickler lassen die Eichen nur langsam wachsen und führen zu lichten Waldgesellschaften mit viel Totholz. Die Krautschicht ist arm an Arten; in den trockenen Bereichen dominieren Adlerfarn oder Drahtschmiele. Dort wo es feuchter ist, werden diese vom Pfeifengras ersetzt.

Die lichten, totholzreichen Eichenwälder sind ein Refugium für seltene Arten wie z. B. Baumpieper, Klein- und Mittelspecht sowie dem Hirschkäfer. Er steht stellvertretend für eine große Anzahl von Insekten, die in oder am Totholz leben.

Life10 NAT/DE/009 / Life-Projekt Bodensaure Eichenwälder mit Mooren und Heiden nach oben