Bodensaure Eichenwälder
mit Mooren und Heiden

29.01.2018 – Was in den Pliesterbergschen Sohlen vor sich geht

Ganz aktuell können wir von einer der letzten größeren Naturschutzmaßnahmen in unserem Life+-Projekt berichten. Ab dem 1. März, wenn die Brutvogelsaison beginnt, heißt es nämlich Schluss mit allen Arbeiten, die Lärm machen und die Tierwelt beim beginnenden Brutgeschäft stören kann. Bis dahin werden aber noch die letzten Pflegemaßnahmen umgesetzt, bevor Mitte des Jahres das Ende des Projektes erreicht ist.

In den Pliesterbergschen Sohlen, einem Natura 2000-Gebiet zwischen Wesel und Drevenack, ist in unserem Auftrag seit Anfang Januar ein Unternehmer mit Holzernte-Maschine im Einsatz. Hier werden insgesamt 10 Hektar verbuschter Sandmagerrasen freigestellt – oder wie man unter Fachleuten sagt, die Fläche wird entkusselt. Um aus dem jetzigen „Wald“ wieder den einstigen Sandmagerrasen herzustellen, müssen alle störenden Gehölze, vom großen Baum bis zum kleineren Strauch, mit der Maschine gefällt oder gleich samt Wurzel aus dem Boden gezogen werden. Allen voran stehen hier Traubenkirschen, Kiefern und Birken, die auf dem eigentlich offenem Sandmagerrasen gar nichts zu suchen haben, mit den kargen Bedingungen des Sandbodens aber gut zurecht kommen. Auch Ginster steht hier dicht an dicht und wird großflächig entfernt.

Eine mühsame Arbeit, die sich aber lohnt. Nach dem Fällen der Bäume kommt wieder Sonnenlicht bis an den Boden. Dadurch wird der Lebensraum für Reptilien, aber auch für die zahlreichen Insekten, die solche Sandbiotope bewohnen, deutlich verbessert. Nun können sich seltene Arten wie das Berg-Sandglöckchen und die kleinen Restbestände der Besenheide auch wieder gut im Gebiet entwicklen.  

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