Bodensaure Eichenwälder
mit Mooren und Heiden

10.9.2012 – Schlangenbretter für die Schlingnatter

Da die Schlingnatter sehr versteckt lebt und nur an wenigen Stunden des Tages offene Plätze für ein Sonnenbad aufsucht, gibt es eine bewährte Methode um diese Schlangenart nachzuweisen: „Schlangenbretter“ sind künstliche Verstecke, die man in Gebiete mit nur wenigen natürlichen Versteckmöglichkeiten (flache Steine, Baumstämme o.ä.) auslegt. Die Schlangenbretter werden häufig schon nach kurzer Zeit von Reptilien als Schutz bietendes Tagesversteck und zur Regulierung ihrer Körpertemperatur aufgesucht.

Die Schlangenbretter sind aus Holz in einer Größe von 1,5 m x 0,5 m gebaut. Diese werden in den trockenen und warmen Bereichen des Diersfordter Waldes, wie lichte Kiefernwälder oder Randbereiche von Mooren, ausgebracht.

Seit dem Frühjahr liegen 30 Schlangenbretter aus. Eine regelmäßige Kontrolle der Bretter ergab bisher zahlreiche Funde von Ringelnatter, Blindschleiche und Zauneidechse unter, aber auch auf den Schlangenbrettern. Bis zum Frühjahr 2013 werden die Bretter noch in dem Projektgebiet liegen bleiben.

Für die wissenschaftliche Auswertung der Funde, dass heißt Art, Anzahl und Geschlecht der Reptilien, dürfen die Bretter nur während der Kontrollen durch die Biologische Station bewegt werden. Falls Sie solch ein Schlangenbrett bei Ausflügen oder Spaziergängen entdecken sollten, können Sie das Brett also einfach „links liegen lassen“.

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